Atinento.com – Der privat geführte Rosenblog

Im Juni startet oft die schönste Gartenzeit, denn dann kommt die volle Schönheit und aromatische Duft der Rosen zum Tragen. Zugeteilt werden diese Prachtexemplare den Rosengewächsen (Rosaceae). Über 30.000 Rosensorten gibt es schon – eine unvorstellbare Farben- sowie Duftvielfalt. Das hohe Ansehen der „Königin der Blumen“ geht bereits auf die Zeit vor über zwei Jahrtausenden zurück. Natürlich hat die „Königin“ ebenfalls eine hohe Anzahl besonderer Namen unter ihren Rosensorten zu bieten, beispielsweise Blue Tango, Blush Rambler, Belle de Dom sowie Charisma. Die Klassifizierung nach Rosenarten Viele Rosenarten weisen ähnliche oder gar gleiche Besonderheiten auf.Mit diesen können sie diversen Rosenarten zugeteilt werden. Wild- und Gartenrosen sind die beiden hauptsächlichen Rosenarten, in welche eine Unterteilung vorgenommen wird. Eine zusätzliche Bezeichnung für Gartenrose ist Kulturrose. Rosen lassen sich ebenso in die einmalblühenden und mehrfachblühenden Rosen aufteilen. Rosen blühen hauptsächlich in der Sommerzeit. Die mehrfachblühenden Rosen durchlaufen dabei zwei oder mehr Blütenintervalle in einem Sommer. Unterteilen wir die Rose hinsichtlich der Wuchsform in Rosenarten, so sprechen wir z. B. von der Stammrose, Kletterrose Beetrose, Strauchrose und Bodendeckerrose.

Doch nach welchen Merkmalen wird in diese Rosenarten untergliedert?

Was ist bei der Unterteilung in Rosenarten gemäß Wuchsform zu berücksichtigen?Ganz besondere Merkmale sind es, die beeinflussen, zu welcher der Rosenarten eine Rose nach ihrer Wuchsform zugeordnet werden. Meistens den Wildrosen zugeordnet, erkennt man die Strauchrose an einer strauchartigen Ausprägung mit ein bis drei Meter Größe. Eine in Verwandtschaft stehende Rosenart ist die Kleinstrauchrose, welche ebenso unter der Namensgebungen Bodendeckerrose bekannt ist. Diese unempflindliche Rosenart wächst flächig und brauchtnahezu keine Pflege. Ein Dauerblüher ist sie zudem auch. Die Beetrose, mit ihrer Größe von 60 bis 100 cm, ist am meisten in unseren Gärten anzutreffen. Gerade hoch hinaus wachsen die Kletterrosen sowie Rambler-Rosen. Kletterrosen erreichenzwischen zwei und drei Meter Höhe. Die langen sowie biegsamen Sprossachsen der Rambler-Rosen verdichten bzw. begrünen häufig lichte Pflanzen. Nicht vergessen werden darf die Stammrose. Stammrosen entstehen bei einer Veredelung einer Rosensorte auf eine feste Stammhöhe. Untergliedert wird in einen Halbstamm mit 60 cm Höhe, einen Hochstamm mit 90 cm Höhe und einen Trauerstamm mit 140 cm Höhe.

Die Rose und ihre Aussagekraft der Blüten

Es gibt nicht viele Blumen, denen eine so große Bedeutung nachgesagt wird, wie der stolzen Rose. Als „Blume der Liebe“ ist sie gern gesehener Gast auf Trauungen und ebenso am 14. Februar fällt die Wahlnahezu automatisch auf die Rose. Sowohl für den Schenkenden als auch den Beschenkten ist die Rose eine Bekundung inniger Empfindungen sowie Verbundenheit. Die Rose spricht ebenso ohne Worte aus, was unser Herz im tiefsten Inneren verspürt. Doch aufgepasst, je nach Rose kann die Bedeutung auch ein wenig abweichen. Mit der falschen Rosenfarbe kann man hierbei schnell daneben liegen. Hinter jeder Farbe der Rose verbirgt sich eine andere Bedeutung, welche unbedingt beachtet werden sollte.

Wenn die Farbgebung der Rose etwas über Empfindungen aussagt

Erfreulicherweise sind die meisten Rosenfarben eine Offenbarung von inniger Verbundenheit, wenn auch in unterschiedlichen Stufen. Doch unter die Liebe verheißenden Rosenfarben haben sich ebenso ein paar Sonderfälle mit zwiespältiger Bedeutung gemischt, welche mit Vorbehalt zu genießen sind. Weiß steht ebenso bei der Rose für Unschuld, Reinheit sowie eine tiefe Sehnsucht. Doch eine weiße Rose symbolisiert gleichzeitig Zurückhaltung – Empfinden wird nicht ganz offenbart. Leider wird gerade aus diesem Grund die weiße Rose häufig nur als platonische Verbindung empfunden. Eine rosafarbene Rose hingegen vermittelt eher ernste Absichten, begleitet von einem Hauch Erotik. Die rosafarbene Rose ist eine Offenbarung der jungen Liebe auf Hoffnung auf Gefühlserwiderung und sie symbolisiert gleichzeitig jugendliche Schönheit. Zuweilen wird der eine oder andere auch von der Liebe auf den ersten Blick überwältigt. Wer dieses Gefühl des Begehrens verspürt, drückt dies am besten mit einer Rose in Lila aus. Sind sich beide Liebenden im Herzen sicher, zusammen zu gehören, dann ist dies der passende Moment für die rote Rose. Eine rote Rose verbindet man mit inniger Liebe. Eine rote Rose überreicht man nur, wenn man wahrlich liebt.

Auch Glück, Freundschaft sowie Zufriedenheit lassen sich mit bestimmten Rosenfarben ausdrücken

Wer Rosen überreicht, möchte nicht zwangsläufig Liebe zum Ausdruck bringen. Es gibt auch Rosenfarben mit anderer Bedeutung. Wer orange Rosen an seine Partnerin bzw. seinen Partner überreicht, möchte damit zum Ausdruck bringen, dass er in der Beziehung glücklich ist. Eine ähnliche Bedeutung haben Rosen im Farbton Apricot – sie symbolisieren eine Beziehung voller Wohlbehagen und Zufriedenheit. Wenn man seinen Partner in den Bann seines eigenen Glücks sowie der unendlichen Fröhlichkeit ziehen möchte, dann sollte eine pinke Rose ausgewählt werden. Ebenfalls bei korallenroten Rosen können, aber müssen nicht immer Emotionen im Spiel sein. Lust sowie Begehren werden mit diesem Farbton zum Ausdruck gebracht. Ganz frei von Liebe ist die pfirsichfarbene Rose. Sie steht für Sympathie aber ebenfalls Anerkennung und Dank. Die Rosenfarbe mit der höchstwahrscheinlich ungünstigsten Aussage ist die Rose in der Farbe Gelb. Sie steht bei der Rose für verlorengegangene Leidenschaft und eine nicht befriedigende partnerschaftliche Verbindung, wenngleich sie ebenfalls auf Aussöhnung aus ist. Eine Rose kommt zumeist von Herzen, aber für die Botschaft ist die Rosenfarbe maßgebend.

Die wesentlichsten Punkte bei der Rosenpflege

Fast jede Blume benötigt eine auf Sie speziell abgestimmten Pflege, so auch die Rose – unabhängig davon ob im Garten oder im Topf gehalten. Selbstverständlich gibt es ebenfalls Wildrosen, die ganz ohne menschliches Zutun gut durch das Jahr kommen, aber die normale Gartenrose lässt sich ab und zu gerne etwas „verwöhnen“. Eine kräftige und gesunde Rose ist das Resultat von intensiver Bewässerung, Versorgung mit Nährstoffen (Dünger) und einem zeitgenauen Rosenschnitt. Bevor der Winter da ist, ist es auch bedeutsam, die Rose auf die Überwinterung vorzubereiten.

Feuchtigkeit, Dünger sowie das Schneiden der Rose

Zu den präferierten Standorten der stolzen Rose, gehören helle und luftige Orte. Hier kann Sie ganz gut heranreifen und sich auch in gewissen Abständen mal im Wind wiegen. Mit bis zu zweieinhalb Meter sind die Wurzeln häufig länger als die Rose groß – der Platzbedarf nach unten muss für ein gutes Wachstum erfüllt werden. Die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen ist natürlich ebenfalls wichtig. Stark und gesund soll die Rose erblühen, daher sollte im Herbst der jährliche Rosenschnitt durchgeführt werden. Damit wird nicht nur eine stärkere Astbildung und eine prächtige Blütenpracht gefördert, sondern ebenso die geringere Anfälligkeit für Schädlinge. Eine Rose sollte beim Rosenschnitt nicht gequetscht oder gar gerissen werden, deshalb sollte unbedingt mit einer glatten Gartenschere geschnitten werden. Wann der ideale Moment für den Rosenschnitt gekommen ist, lässt sich an jeder Rose individuell erkennen. Wenn sich welke Blätter zeigen und die Blüten verblühen, ist die perfekte Zeit für den Rosenschnitt gekommen. Währenddessen der perfekte Moment für den Herbstschnitt für eine Rose bereits im August gekommen sein kann, kann der Augenblick für eine andere auch erst im Dezember liegen. Zusätzlich zum Herbstschnitt kann ebenso ein Rosenschnitt im Frühling das Wachstum der Rose gut beeinflussen.

Das Überwintern

Schutzbedürftig ist die Rose vor allem im kalten Winter, Eis sowie Schnee können viel Schaden verursachen. Eine Schicht von 15 bis 20 Zentimetern Laub oder Erde bietet besonders dem Wurzelwerk einer Beetrose ausreichend Schutz. Kübelpflanzen hingegen können mit Winterschutzmatten isoliert werden. Währenddessen die Krone atmungsaktiv umhüllt werden sollte, kann beim Stamm auf Winterschutzvlies respektive -matten oder ebenso Juteband ausgewichen werden.

Rosenzucht sowie Vermehrung

Mit den heutzutage über 20.000 verschiedenen Rosensorten, kann nur vermutet werden, wie viele Züchter sowie Hobbyzüchter die Rosen um ihre eigene Rosensorte bereichern möchten. Dabei ist das Züchten von Rosen ganz eindeutig von dem Vermehren von Rosen zu trennen. Bei der Vermehrung wird eine bestehende Rosensorte lediglich vervielfältigt, während bei der Rosenzüchtung ganz neue Rosensorten erschaffen werden. Jede dieser Rosen ist u. a. im Hinblick auf Duft, Fülle der Blüten oder -farbe etwas ganz Besonderes. Doch wie erfolgt das Züchten und das Vervielfältigen von Rosen?

Sortenreine Rosen und Hybride – Unterschiede bei der Vermehrung

Rosen zu vermehren ist keine große Herausforderung. Eine besondere Rolle kommt hierbei dem Rosensamen zu. Bekanntermaßen befindet sich dieser in der Hagebutte. Es empfiehlt sich, die Hagebutte im Winter zu sammeln, wenn diese schon ausgereift sind. Es ist eher selten, dass die aus dem Samen entspringende Rose ein Ebenbild der samengebenden Rose ist. Grund dafür ist, dass es sich bei der überwiegenden Zahl Kulturrosen um Hybride handelt, die im Rahmen der Kreuzung unterschiedlicher Rosensorten entstanden sind. Anders ist das bei Wildrosen. Diese sind sortenrein und können eins zu eins vermehrt werden. Bei den Hybriden kommt meistens eine vollkommen neue Rosensorte hervor – eine neue Züchtung.

So werden Rosen vermehrt

Die Hagebutten müssen nun nach dem Sammeln entkernt sowie die Kerne für einige Tage in Wasser gelegt werden. Die Kerne, die oben schwimmen, gelten als nicht keimfähig und können daher ausgelesen werden. Die Kerne, die übrigbleiben, können jetzt in Anzuchterde ausgesät werden. Die Pflanztiefe beträgt ungefähr einen Zentimeter. Damit die Samen gut keimen, sollten diese kühl (ca. 5 Grad) sowie nass gehalten werden. Bis zum Sprießen der ersten Rosen vergehen zwischen vier bis acht Wochen. Mit den ersten vier bis sechs Rosenblättern ist die Rosenpflanze bereit für den Umzug in einen eigenen Topf. dafür sollte gehaltvolle Erde verwendet werden, um eine perfekte Nährstoffversorgung zu erzielen. Nicht alle Rosenpflanzen werden überleben, die stärksten sowie am wenigsten für Schädlinge anfälligen werden sich durchsetzen.

Ein kurzer Einblick in Die Kreuzung von Rosen

Die Rosenzüchtung erfolgt heute wie damals auf die gleiche Weise wie um 1860 unter Gregor Mendel mit den Erbsenpflanzen – durch das Kreuzen von unterschiedlichen Sorten. Nötig für das Kreuzen von Rosen sind mehrere Rosensorten. Die Kreuzung erfolgt in der Blütezeit der Rosen, vorwiegend im Juni. Sollen jedoch zwei Rosenpflanzen gekreuzt werden, deren Blütezeiten nicht auf die gleiche Zeit fallen, kann die später blühende Rosenpflanze in einem Gewächshaus vorkultiviert werden. Doch was genau genau bei einer Rosenkreuzung?

Wie aus zwei Rosensorten eine neue Rosensorte wächst

Da sich eine Rose mit ihren weiblichen (dem Stempel) sowie maskulinen Teilen (den Pollensäcken) selbstbestäuben kann, kann beim Kreuzen eine Rose als Vaterpflanze sowie eine Rosenpflanze als Mutterpflanze auftreten. Um die Samen der Vaterpflanze zu nutzen, muss eine behutsame Entfernung der Pollensäcke mit einem scharfen Gegenstand erfolgen. Die Verwahrung erfolgt dann für ein bis zwei Tage in einem luftdichten Gefäß. Auch bei der Mutterpflanze müssen die Pollensäcke weichen, um eine Selbstbestäubung zu unterbinden. Die Pollen werden nun mit einem Pinsel, am besten am frühen Morgen, auf den Stempel der gerade geöffneten Blüte der Mutterpflanze aufgetragen. Damit der Kreuzungsprozess erfolgreich verläuft, ist der Kontakt mit anderen Pollen zu vermeiden. Aus diesem Grund unbedingt eine soeben geöffnete Blüte wählen. Für etwa drei Tage empfiehlt sich das Umschließen der mit Pollen bestäubten Rosenblüte unter Verwendung von Alufolie oder einem Plastikbeutel. So kann eine ungewollte Fremdbestäubung ausgeschlossen werden.

Das Erwachen einer neuen Rosensorte

Die Hagebutte wird jetzt in den folgenden Monaten ausreifen und aus dieser kann dann eine neue Rosensorte heranwachsen. Eine gelungene Stäubung ist sehr leicht an den Kelchblättern der Hagebutte zu bemerken, nämlich wenn sich diese nach oben strecken. Bis die Hagebutte mit dem neuen Erbgut geerntet wird, sollte die Hagebutte bereits etwas Kälte überstanden haben. Nach der Ernte in der kalten Jahreszeit wird die Hagebutte entkernt sowie für ein paar Tage in Wasser gelegt. Für eine wirksame Keimung ist es notwendig, die Kerne in Anzuchterde zu pflanzen sowie mit ausreichend Wasser zu versorgen. Anders als man vielleicht vermuten würde, sind ausgerechnet kalte Temperaturen um die fünf Grad insbesondere gut für den Prozess der Keimung. Von den Rosenpflanzen, die in den nächsten 4 bis 6 Wochen spriessen werden, werden nur manche durchkommen, aber mit jeder Rose, welche es überlebt, wird eine neue Rosensorte das Ergebnis sein.

Die heilende Wirkungsweise der Rose

Die Blume der Liebe – und jeder weiß, von welcher Blume die Rede ist, aber die Rosenpflanze ist noch für viel mehr bekannt. Da der Rosenpflanze auch heilende Kräfte zugesprochen werden, wird sie ebenso bereits seit Jahrtausenden, z. B. in China, Persien sowie Griechenland, als Heilpflanze geschätzt. 2013 hat die rosa blühende Damaszener Rose sogar die Auszeichnung „Heilpflanze des Jahres“ erhalten. Die Damaszener Rose erweitert hierdurch die Liste der bisherigen Preisträger, wie Königskerze (1999), Thymian (2001), Gemeine Schafgarbe (2004) sowie Salbei (2003). Zum Einsatz Natürlich haben auch andere Rosensorten heilende Wirkungen.

Die Rose – heilende Wirkung bei einer Masse von Beschwerden

Schon unter Karl dem Großen gehörte die Rose aufgrund ihrer heilenden Wirkungsweise in jeden Heilpflanzengarten in seinem Reich. Neben einer beruhigenden Wirkkraft wird der Rosenpflanze auch Wundheilung und Entzündungshemmung zugesagt. Vorwiegend wurde und wird die Rosenpflanze bei Entzündungen der Mund- sowie Rachenschleimhäute genutzt. Diese gute Wirkung auf Schleimhäute macht sich in der heutigen Zeit ebenfalls die Frauenheilkunden bei Vaginalinfekten zunutze. Ebenso kann die Rosenpflanze bei Ekzemen, Verbrennungen sowie Wunden äußerlich angewendet werden. Auch bei Insektenstichen ist eine mildernde Wirkkraft zu verzeichnen, gerade durch den Saft aus frischen Rosenblüten. Hierzu am besten einfach ein paar frische Rosenblüten in der Hand zerreiben. Und ebenso bei Verdauungsproblemen und bei geschwollenen sowie gereizten Augen kann eine Rosenpflanze untersützen.

Die heilende Rosenpflanze und ihre Anwendung

Hinter den positiven Wirkungen der Rose steckt nicht lediglich das Rosenöl, sondern ebenso eine Vielzahl von weiteren Inhaltsstoffen, zum Beispiel Eugenol, Geniol, Nerol sowie Polyethylenalkohol. Ebenfalls wenn die Rosenpflanze vor hunderten oder gar tausenden von Jahren auch wie in der heutigen Zeit zu den Heilpflanzen zählte